{"id":5049,"date":"2023-09-14T06:00:00","date_gmt":"2023-09-14T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/bisnachher.ch\/?p=5049"},"modified":"2023-09-16T16:35:56","modified_gmt":"2023-09-16T16:35:56","slug":"pleiten-pech-und-pannen-und-was-wir-heute-anders-machen-wuerden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bisnachher.ch\/?p=5049","title":{"rendered":"Pleiten, Pech und Pannen und was wir heute anders machen w\u00fcrden"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8218;Besonders viele Pannen gibt es im Verkehr mit der Gr\u00fcndlichkeit.&#8216;<\/p>\n<cite>Walter F\u00fcrst<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unser K\u00f6nnen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wir schafften es ausnahmslos jedes Mietauto oder gekauftes Auto auf Reisen zu besch\u00e4digen.<br>So versauten wir das niegel nagel neue Auto in Alaska mit unserem Autocamping. Das Wohnmobil in den USA haben wir hinten am Ende touchiert, als es eine Anh\u00f6hung gab bei der Tanke und in Curacao fuhren wir r\u00fcckw\u00e4rts gegen ein M\u00e4uerchen.<br>In Polen fuhren wir vorw\u00e4rts auf ein M\u00e4uerchen und in Neuseeland hat auch mal Benne eine Erweiterung ihrer individuellen Sch\u00f6nheit bekommen.<br>Zu unserem grossen Gl\u00fcck: Es war nie ein grosser Schaden und es wurde nie irgendetwas davon reklamiert bei der R\u00fcckgabe. Viel mehr waren es &#8217;normale Gebrauchsspuren&#8216;.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir haben einen Zahlendreher bei der Kredikartennummer gemacht und wurden somit nie vom Campingplatz in Yakima USA abgerechnet.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir liesen das Portemonnaie im Mietauto liegen, wo wir eh schon zu sp\u00e4t f\u00fcr die Abgabe waren. So mussten wir nochmals durch den gesamten Flughafen, in die Garage und das Auto durchsuchen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir wurden von den Securitas vertrieben, da wir viel zu lange irgendwo mit dem Wohnmobil standen und schon als Camper betittelt wurden, obwohl wir nur Internet brauchten um das Video hochzuladen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir liessen eines der aller besten Geschenke f\u00fcr eine Weltreise im Auto liegen, was uns fast einen Nervenzusammenbruch brachte. Die GoPro lag n\u00e4mlich noch in Benne, die wir ja in einer Nacht und Nebel Aktion verkauft bekamen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir konnten so gut italienisch singen und perfomen, dass wir gefilmt wurden.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir hielten einen Schwatz im Walmart mit einer Dame, welche anscheinend Verwandte in Frankfurt hat. Im Gespr\u00e4ch gab es einen Wortverwechsler und so wurde aus Hupen (honk) &#8211; Prostituierte (hooker) was die Dame etwas zum stocken und anschliessend zum lachen brachte.<\/li>\n\n\n\n<li>Im Vietnam liefen wir Tag ein Tag aus mehrmals am ein und dem selben Massagegesch\u00e4ft direkt vor unserem Hotel durch. T\u00e4glich wurden wir beim Weg gehen und beim wieder Heim kommen gefragt nach: &#8218;Madame, massage? Maaadaaaame? Good price!&#8216; <br>Als es am f\u00fcnften Tag noch immer nicht h\u00f6rte, fragten wir mal nach mit: &#8218;Nein, aber willst du eine?&#8216;<br>Die Dame war anschliessend ganz verwirrt, aber am darauf folgenden Tag war der selbe Singsang wieder zu h\u00f6ren: &#8218;Madame, massage? Good price!&#8216;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unser Pech:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Hundebisse h\u00e4tten echt nicht sein m\u00fcssen und erschwerte den weiteren Umgang mit den anderen Hunden ungemein.<\/li>\n\n\n\n<li>Vor verschlossenen T\u00fcren zu stehen bei Eindunkeln in noch nicht stark bereisten L\u00e4ndern wie in Franz\u00f6sisch Guyana war uns echt nicht so wohl.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Flugstornierungen in Papua Neuguinea waren sehr \u00e4rgerlich und echt nervenaufreibend. Aber so erlebten wir die Menschen vor Ort nochmals ganz anders und lernten die nette Kultur kennen. Noch nie haben wir an einem Flughafen so viel Nettigkeit und Offenheit erlebt und mit so vielen Leuten gesprochen. Also hatte das ganze auch seine positiven Anteile.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong>Was wir heute anders machen w\u00fcrden:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>wir haben viiiiel zu viiiiel eingepackt! Im Grunde tragen wir eh nur die zwei paar Hosen die super bequem sind und unsere Lieblingsshirts. Schnell hat sich gezeigt, welche Kleidung Reise-geeignet ist und welche eher nicht.<br>Da wir durch K\u00e4lte sowie auch W\u00e4rme reisten, war unser Sortiment von Anfang an gr\u00f6sser, aber halt tats\u00e4chlich zu viel.<br>Immer wieder standen wir vor der Entscheidung: sollen wir das jetzt weg schmeissen, weil es einfach zu viel Platz einnimmt?<br>Daf\u00fcr waren aber die Stoffhosen von Marco zu schade und mein zweites Bikini zu teuer&#8230;<br>Zudem mussten wir feststellen, dass man \u00fcberall etwas nachkaufen kann und dies meist viel g\u00fcnstiger als bei uns Zuhause.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir haben einige Kosten vergessen zu kalkulieren. Etwaige Coiffeurbesuche, den enormen Schuhverschleiss, wenn du einfach in einem Paar 365 Tage lebst und den Steuervorbezug. Zum Gl\u00fcck haben wir ja grossz\u00fcgig kalkuliert, aber dennoch m\u00fcsste sowas bei einem n\u00e4chsten Mal dringend mehr beachtet werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir haben nicht an die Ferienzeiten gedacht. Das dann ein erh\u00f6htes Aufkommen an den Flugh\u00e4fen, an bekannten Touristenzielen und die Preise enorm steigen, w\u00e4re ja eigentlich klar.<br>Da es unsere Route oder Pl\u00e4ne nicht wahnsinnig ge\u00e4ndert h\u00e4tte, ist es nicht all zu tragisch, w\u00fcrden wir jedoch bei einem n\u00e4chsten Mal sicher etwas Beachtung schenken.<\/li>\n\n\n\n<li>Allgemein haben wir uns viel zu viele Gedanken um alles gemacht. Was w\u00e4re, wenn wir Differenzen bek\u00e4men und ein gemeinsames Weiterreisen nicht klappen w\u00fcrde? Und wie w\u00fcrden wir das mit den gemeinsamen Kisten machen die wir zusammen eingelagert haben?<br>Da spielt sicher noch die Verunsicherung der Arbeitskollegen mit ein, die ganz am Ende immer penetranter ausgesprochen wurde.<br>Aber zusammengefasst, haben wir uns um ALLES zu viele Gedanken gemacht. Denn wie es so ist: meist kommt eh alles ganz anders, wie gedacht.<\/li>\n\n\n\n<li>Den Kontakt mit Freunden zu halten war teils echt schwierig. Die Schere zwischen dem Alltag zu Hause in der Schweiz und dem reisen ist manchmal echt gross. Sich bewusster Zeit zu nehmen daf\u00fcr, h\u00e4tte sicher geholfen.<\/li>\n\n\n\n<li>Einen Wohnwagen bei einem versifften Typen in Alaska, welcher ein Gewehr direkt neben der Haust\u00fcre stehen hat, w\u00fcrden wir wohl kein zweites Mal mieten.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir w\u00fcrden sicher nicht in ein Land in Mittel-\/S\u00fcdamerika einreisen, ohne einen gestempelten Pass. Die Situation in franz\u00f6sisch Guyana und Brasilien war zum Gl\u00fcck glimpflich verloffen. H\u00e4tten wir aber nicht den Stempel gewollt, h\u00e4tten wir an der n\u00e4chsten Polizeikontrolle (die by the way direkt neben der Tanke war) ein riesiges Problem bekommen.<\/li>\n\n\n\n<li>Vielleicht waren wir manchmal etwas engstirnig und zu schweizerisch unterwegs. Gerade beim Autokauf in Neuseeland waren wir \u00fcberfordert, dass alles so auf dem Boden im Wohnzimmer von statten ging und wir den Verk\u00e4ufer extra noch zur Ummeldung verpflichteten, obwohl man einfach selber hingehen kann. In unseren Gedanken war das einfach nicht so einfach wie man uns erz\u00e4hlte&#8230;<br>Wir lernten daraus, auch ein bisschen mehr in die Menschen zu vertrauen. Nicht naiv, aber auch ein bisschen mutiger zu sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Die ganzen dummen Blicke beim HotPot essen im Vietnam w\u00fcrden wir heute nicht mehr als so schlimm wahrnehmen. Daraus lernten wir, dass wir von da an offen nach Hilfe fragen und uns beraten lassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir vertrauen nicht mehr immer auf google Maps (wir erinnern uns an die l\u00e4ngste Sackgasse der Welt in Kasachstan).<\/li>\n\n\n\n<li>Und wir vertrauen google Translate auch nicht mehr immer so genau. Die teils abstrusen \u00dcbersetzungen waren echt zum lachen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine grosse Empfehlung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nehmt Marco mit zum reisen, denn er findet \u00dcBERALL Geld auf dieser Welt. <br>In jedem einzelnen Reiseland fand er irgendwo Geld. Sei es beim spazieren im Wald, auf der Strasse, bei der UBahnstation, auf dem Zugtisch, und und und.<br>H\u00e4tten wir von Anfang an alles aufgeschrieben, was Marco an Geld fand, w\u00e4ren wir sicher bei guten 20 sFr.<br>Und nat\u00fcrlich war er auch sonst der perfekte Reisebuddy und hatte dann die n\u00f6tige Ruhe, als ich sie nicht hatte, fand dann eine L\u00f6sung, als ich vor lauter B\u00e4umen den Wald nicht fand und schaffte es noch jedes Einmachglas oder Dose zu \u00f6ffnen. Danke daf\u00fcr! \u2764\ufe0f<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schauen auf etwas mehr als ein Jahr Weltreise zur\u00fcck und erz\u00e4hlen von unseren gr\u00f6ssten Pleiten und was wir heute anders machen w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[152,6,5],"tags":[47,10,15,337,336],"class_list":["post-5049","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-marcolumne","category-tipp","category-weltreise","tag-fazit","tag-freiheit","tag-reisen","tag-rueckblick","tag-tipps"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5049","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5049"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5049\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5211,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5049\/revisions\/5211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}