{"id":364,"date":"2022-10-03T03:11:02","date_gmt":"2022-10-03T03:11:02","guid":{"rendered":"https:\/\/bisnachher.ch\/?p=364"},"modified":"2022-10-03T03:11:02","modified_gmt":"2022-10-03T03:11:02","slug":"drei-wochen-wohnmobil-und-die-usa-das-zwischenfazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bisnachher.ch\/?p=364","title":{"rendered":"Drei Wochen Wohnmobil und die USA &#8211; Das Zwischenfazit"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8218;Cha me mache, muess mer aber ned.&#8216;<\/p><cite>Gespr\u00e4ch Marco &amp; Nicole<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir fuhren bereits \u00fcber 2000 Meilen, gingen sicher schon mehr als 10x tanken und schliefen schon \u00fcber 21x im WoMo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fuhren von Everett bis nach Los Angeles innerhalb von vierzehn Tagen, kamen von kalten 10 Grad in die trockene Hitze der W\u00fcste mit \u00fcber 40 Grad. Hatten oft keinen Plan vom n\u00e4chsten Tag, geschweige denn wo wir am gleichen Abend \u00fcbernachten werden.<br>Uns wurde oft subtil mittgeteilt, dass wir nicht gern gesehen sind und wir mit dem campen erst recht unerw\u00fcnscht sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir tranken oft den ersten Kaffee am Morgen im Bett, wachten regelm\u00e4ssig von hupenden Autos oder durchfahrenden Trucks auf und waren \u00fcber jede Nacht, die gratis war, dankbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erlebten traurige Situationen, erhielten WarnSMS des Staats von einem entf\u00fchrten Kind, Gewitterwellen oder Hurikans und wurden jeweils mit unserem eigenen Gewissen konfrontiert, wie gut es uns eigentlich geht.<br>T\u00e4glich sprechen wir dar\u00fcber, wie dankbar wir sind, so etwas (diese Reise) machen zu k\u00f6nnen, wie dankbar wir \u00fcber die Schweiz und ihre Gesetzte, ihre Art und ihr Leben sind und wie dankbar wir \u00fcber unsere Gesundheit sind.<br>Gemeinsam versuchen wir immer wieder heraus zu finden, wieso in der USA so vieles in unseren Augen komisch oder falsch l\u00e4uft und sinnieren dar\u00fcber, wie es wohl in ein paar Jahren hier aussehen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Manchmal sind wir auch entt\u00e4uscht \u00fcber uns selber, dass wir die Staaten nicht so wirklich geniessen k\u00f6nnen, wir dies und das anders h\u00e4tten machen sollen und wir gewisse Dinge nicht zu Ende \u00fcberlegt haben. Im Nachhinein ist man ja immer schlauer&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir schmieden weitere Pl\u00e4ne wie es nach den 48igern weiter geht, was wir noch erleben m\u00f6chten und was wir anders machen wollen. Reden \u00fcber die Zeit die l\u00e4uft, die sich manchmal unendlich lange anf\u00fchlt und beim reflektieren doch so schnell verging.<br>Es ist wirklich wahr, was die Langreisenden berichten: Manchmal f\u00fchlt sich ein Land oder die Momente so lange oder anstrengend an und im R\u00fcckblick ist es dann doch schnell und lehrreich vor\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Mittlerweilen sind wir ein ein halb Monate unterwegs. Versuchen immer mit einem Bein noch Dinge in der Schweiz zu erledigen wie zum Beispiel Mietkaution oder Rechnungsangelegenheiten. Es ist nicht so einfach wie gedacht. Leider funktionierte unsere Postumleitung nur zu halben Teilen und so erhalten wir regelm\u00e4ssig von Marcos Freund die Nachricht, dass Brief XY wieder bei ihm ankam.<br>Gott sei Dank haben wir aber auch tolle M\u00fctter, die sich dann immer um solche Dinge k\u00fcmmern k\u00f6nnen, was von hier schwierig ist. (Weil zum Beispiel kein Empfang f\u00fcr mehrere Tage besteht oder telefonischer Kontakt unumg\u00e4nglich ist, oder oder oder.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir denken an eine Zeit zur\u00fcck, die vor allem zu Beginn wahnsinnig schwierig f\u00fcr uns war. Alaska hatte uns so begeistert und zeigte uns, wie sch\u00f6n die Natur sein kann. Wie sich Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von fremden Menschen anf\u00fchlt. <br>In den 48er wurde unsere &#8218;heile Welt&#8216; schnell zerst\u00f6rt. Lynnwood und Seattle trugen wesentlichen Teil dazu bei, aber auch die Leute im sp\u00e4teren Umgang mit uns, die schwierige Art zu reisen in der USA oder an Hilfsbereitschaft fehlte es einfach.<br>H\u00e4tte uns Sybille\/Silvia und Hermi\/Hermann nicht gesagt, dass wir \u00fcberall reservieren m\u00fcssten f\u00fcr Campgrounds, w\u00fcssten wir das heute noch nicht. Nicht ein einziger Campingplatz sagte uns beil\u00e4ufig oder bei einer Absage, dass wir online schauen sollen oder uns dort ein Pl\u00e4tzchen buchen m\u00fcssen.<br>Denken wir zur\u00fcck an Alaska, wurde uns auf dem Weg zum AirBnB aus dem Bus gerufen, dass wir den falschen Weg einschlagen und wir erst rechts abbiegen und dann die Strasse hoch laufen m\u00fcssen. Der Busfahrer wartete sogar noch, um zu schauen ob wir nun wirklich die richtige Abbiegung w\u00e4hlten.<br>Dies ist hier noch nie passiert&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegenteil wird im Land der grenzenlosen Freiheit ziemlich viel eingeschr\u00e4nkt. Es zeigte sich in unserem Alltag kaum wieder, was in den online Medien oder uns von fr\u00fcheren Reisen berichtet wurde. <br>(Schaut man auf die iOverlander App wird einem verdeutlicht, wie viele Pl\u00e4tze innerhalb von Corona eliminiert wurden. Oder wo fr\u00fcher dumpen oder Frischwasser gratis war, nun mindestens 20 Dollar kostet. Im Verlauf dieser Eintr\u00e4ge sieht man auch die Preisentwicklung der Campingpl\u00e4tzee. Wo vor Corona ein normaler Platz um die 20 Dollar war, kostet dieser heute mindestens 45, ohne irgendwelche Extras. Im Gegenteil: Duschen oder Wasser sowie Elektronik zahlt man meist noch zus\u00e4tzlich.)<br>Das, dass wild campen noch offiziell erlaubt ist, ist wohl auch eher nur noch eine Frage der Zeit. So steht an wirklich jeder freien L\u00fccke oder an jedem Pull-Off ein Schild, dass das Parken von 22-6 Uhr, ganz das campen oder overnight stay verbietet.<br>Es kostet alles einzeln einen Haufen Geld, die Preise sind ohne Taxen angeschrieben was den sparenden Endkonsument dann jeweils leer schlucken l\u00e4sst beim bezahlen. So kostet dann das Brot nicht mehr 5 Dollar sondern 8 und der Kaffee dazu nicht mehr 4 sondern 7.<br>In gewissen Bundesst\u00e4dten bezahlt man noch f\u00fcr Galonen in welchen zum Beispiel das Wasser abgef\u00fcllt wird eine Art Pfand. Aber solche Dinge erf\u00e4hrt man eben erst beim bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst als wir die Pazifikk\u00fcste verliessen und ins Landesinnere gelangten, fanden wir auch die ber\u00fchmt ber\u00fcchtigten BLM Pl\u00e4tze (<em>BLM<\/em>&nbsp;= Bureau of Land Management, dies sind freie Landzonen, in welchen man bis zu 14 Tagen campen darf.)<br>Es gab Tage, die verstrichen so. Wir wurden gezwungen, einfach mal nichts zu machen. <br>Und da gab es auch noch die allt\u00e4glichen Dinge wie zum Beispiel: W\u00e4sche waschen. Wir standen das erste Mal in so einer typischen Laundry und warteten geduldig auf unserem B\u00e4nkli, bis unsere W\u00e4sche fertig war.<br>Oder kochten Elbows (H\u00f6rnli in der USA) bis zum umfallen. (Zum Gl\u00fcck essen wir beide so gerne Nudeln!)<br>Oder wissen mittlerweile, wie das WoMo hingestellt werden muss, damit das Kochwasser in der Pfanne auf der einen Seite nicht \u00fcberl\u00e4uft.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das klingt hier alles wahrscheinlich sehr negativ. Aber schaut doch das unten eingef\u00fcgte Video und macht euch selber ein Bild.<br>Denn wir versuchten aus jeder Situation das Beste zu machen und im Nachhinein k\u00f6nnen wir behaupten, dies auch gemacht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir freuen uns auf die n\u00e4chsten vier Wochen im WoMo, feilen an der Weiterreise weiter und sind auf die Nationalparks gespannt genauso wie wir auch unser Gl\u00fcck in Vegas noch auf Probe stellen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"epyt-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_49694\"  width=\"800\" height=\"450\"  data-origwidth=\"800\" data-origheight=\"450\"  data-relstop=\"1\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/9O2OeKmm7NA?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;modestbranding=0&#038;rel=0&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/div>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Zwischenfazit nach zwei Wochen Wohnmobil-reisen in den Staaten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[41,5],"tags":[35,15,34,36],"class_list":["post-364","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsfazit","category-weltreise","tag-48er","tag-reisen","tag-usa","tag-wohnmobil"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=364"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/364\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":371,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/364\/revisions\/371"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}