{"id":2506,"date":"2023-03-31T06:00:00","date_gmt":"2023-03-31T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/bisnachher.ch\/?p=2506"},"modified":"2023-03-30T11:15:31","modified_gmt":"2023-03-30T11:15:31","slug":"der-rueckflug-und-die-stadttour-in-port-moresby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bisnachher.ch\/?p=2506","title":{"rendered":"Der R\u00fcckflug und die Stadttour in Port Moresby"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8218;Das isch wie Ferie vo de Ferie mache xi&#8230;&#8216;<\/p>\n<cite>Boma<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Morgens um 4:20 Uhr hatten wir bereits alles fertig gepackt und sind auf dem Sandweg nach vorne zum Hauptshelter um einen Kaffee zu trinken.<br>Unser Bootfahrer welcher uns aufs Festland bringt steht schon bereit und macht das Boot abfahrbereit.<br>Nach und nach beluden wir wieder das selbige Boot wie bei unserer Ankunft uns kletterten im Dunkeln ein letztes Mal durchs Meer ins Boot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fahrt war gigantisch und r\u00fcckblickend alleine schon der ganze Zirkus hier wert. Denn ja, im Nachgang h\u00e4tten wir mehr Zeit einplanen m\u00fcssen um auf die Insel zu kommen und sehen es nun als Kurzurlaub an. (Der eben gerne einwenig l\u00e4nger andauern h\u00e4tte d\u00fcrfen.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sitzen also nachts um zwanzig vor f\u00fcnf Uhr im Boot und fahren zur\u00fcck zur Ablegestelle in Kavieng. Oberhalb von uns sehen wir so einen klaren Sternenhimmel wie noch nie zu vor! Keine Lichtverschmutzung und keine Wolken sind sichtbar.<br>Einzig die Milchstrasse die sich \u00fcber den halben Horizont zog und die vielen, unz\u00e4hlbaren Sternen sind ober uns.<br>In diesen 25 Minuten sehen wir 5 Sternschnuppen und w\u00fcnschen uns nicht nur pers\u00f6nlich etwas, sondern auch f\u00fcr alle anderen Menschen auf diesem Planeten: Gesundheit und Zufriedenheit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer mal wieder hadern wir kurzzeitig, ob dies alles hier das Geld, die L\u00fccke im Lebenslauf, andere Tr\u00e4ume die nun nach hinten r\u00fcckten und die Trennung von unseren Liebsten Wert sei.<br>Und immer, immer, immer wieder kommen wir zum Schluss: JA! Das sind die Momente, die uns NIE mehr genommen werden k\u00f6nnen. Sie bleiben in unseren K\u00f6pfen, unseren Herzen und sie ver\u00e4ndern uns.<br>Gerade Papua Neuguinea zeigte uns nochmals mehr zu sch\u00e4tzen, was du besitzt und das Besitz nicht Reichtum bedeutet.<br>Dazu aber sp\u00e4ter noch mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wir am Anleger ankamen, warteten wir ein paar Minuten auf unseren Transfer zum Flughafen, welcher keine zehn Minuten dauerte.<br>Am Flughafen mussten wir auch wieder vor der T\u00fcr warten, denn dieser \u00f6ffnete erst etwa zwanzig Minuten nach unserer Ankunft.<br>Das Gep\u00e4ck abgegeben und schon sassen wir in der Halle um auf unseren Flug zu warten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser kam dann auch gegen 6.30 Uhr an und wir konnten p\u00fcnktlich boarden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marco und ich sassen in einer Zweierreihe und genossen den Ausblick. Die Inseln unter uns von oben umzingelt vom gigantischen Meer zeigten sich dank bestem Wetter hervorragend.<br>In Rabaul landeten wir wieder zwischen und hoben dreissig Minuten sp\u00e4ter wieder ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marco hatte vor allem bei der letzten Landung extreme Kopfschmerzen die sich dann dank Nasenspray und befreien der Nebenh\u00f6hlen schlagartig besserten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Ankunftshalle warteten wir auf unser Gep\u00e4ck und wurden dann herzlich von Andrew in Empfang genommen.<br>Wir freuten uns ehrlich und er sich glauben wir auch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bus zum Hotel besprachen wir nun die Stadttour und vereinbarten, dass wir nur das Gep\u00e4ck abgeben und danach gleich los fahren werden.<br>Gesagt, getan und so ging es dann auch erst zum Office um die Tour zu bezahlen und Andrews Boss (ein Japaner aus Osaka, was f\u00fcr ein Zufall) kennen zu lernen.<br>Andrew &#8218;klaute&#8216; uns noch zwei Wasserflaschen und \u00fcberreichte sie uns stolz mit einem sehr breiten Grinsen, als wir im Bus sassen. Als wir ihn fragten ob er nun Probleme bekommt, meinte er nur: &#8218;Nein, nein, mein Boss ist ein guter Mensch.&#8216;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als erstes fuhren wir zum Nationalpark, welcher ausserhalb der Stadt liegt.<br>Auf dem zwanzig min\u00fctigen Weg dahin fuhren wir durch verschiedene Viertel und Andrew erz\u00e4hlte uns viel dar\u00fcber. Der grosse Unterschied: er erz\u00e4hlte es uns, als w\u00e4ren wir seine Freunde aus &#8218;den Mountains&#8216; die noch nie hier in der Stadt waren.<br>Dies f\u00fchrte dazu, dass wir die Informationen aufsogen wie Schw\u00e4mme, ungehalten und ohne Hand vor dem Mund Fragen stellten und so viel von den Problemen aber auch dem Tollen und Guten erfuhren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marco fragte Andrew zum Beispiel, was sein Land am meisten helfen k\u00f6nnte und gut tun w\u00fcrde. Keine Sekunde sp\u00e4ter antwortete Andrew ganz ruhig mit einem Wort: Jobs.<br>Als zweites meinte er, w\u00e4ren Farmer, also Bauern und der Erfolg daraus. Andrew sieht nie nur das eine, sondern das Ganze und so erz\u00e4hlte er weiter, dass die Landwirtschaft nicht nur den Ertrag mit sich bringen w\u00fcrde, sondern eben auch Jobs und vor allem sinnvolle Besch\u00e4ftigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gr\u00f6sste Problem hier sei die Arbeitslosigkeit. \u00dcber drei viertel der 9 Millionen Bev\u00f6lkerung des Landes ist arbeitslos. Er zeigte nach draussen und meinte, dass die Leute die hier alle sitzen und liegen, keinen Job und keine andere sinnvolle Besch\u00e4ftigung haben.<br>So ergebe sich auch ein weiteres grosses Problem: Marihuanna.<br>Alkohol und weitere Drogen sind zu teuer f\u00fcr das Fussvolk und Marihuanna kann hier jeder selber anpflanzen, da die Wetterbedingungen perfekt sind. So ist die Beschaffung das kleinste Problem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Park angekommen kaufen wir uns je ein Ticket f\u00fcr 5 Kinas (=etwas \u00fcber 1 sFr.) und Andrew f\u00fchrt uns zuerst durch den Orchideengarten. Er erz\u00e4hlte, dass in Papua Neuguinea so viele verschiedene Arten von Ochideen wachsen, wie nirgendswo sonst auf der Welt.<br>Weiter folgen wir Andrew der uns nun zu den V\u00f6geln bringt.<br>Er erz\u00e4hlt richtig stolz vom paradise-bird der nur hier heimisch ist und speziell tanzt und singt.<br>Tats\u00e4chlich durften wir dies auch zwei, drei Mal beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im grossen Garten tauchte dann noch ein Pelikan auf. Und wow, wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir die Gr\u00f6sse und auch den Schnabel gesehen haben.<br>Im K\u00e4fig nebenan waren mehrere Papageien zu Hause die sprechen konnten. So dauerte es zwar ein Moment, aber irgendwann hatte Andrew Coco zum sprechen gebracht und Coco schrie &#8218;hello Coco&#8216;.<br>Hier im Park sind \u00fcbrigens alles gerettete Tiere, die ein letztes zu Hause gefunden haben.<br>Nat\u00fcrlich sahen wir noch viel mehr verschiedene V\u00f6gel von hier und waren wirklich erstaunt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber den Ochideengarten ging es zur\u00fcck und wir gingen in den &#8218;wildlife garden&#8216; in welchem die gr\u00f6sseren Wildtiere zu Hause sind.<br>Dor sichteten wir als erstes eine Art K\u00e4nguru, welches aber eine Mischung zwischen Affe und ersterem ist.<br>Danach sahen wir noch zwei Tiere die einem Strauss \u00e4hnelten und Andrew erz\u00e4hlte auch ziemlich \u00e4hnliche Z\u00fcge dessen im Vergleich zu einem Strauss.<br>Zum Abschluss gab es noch Krokodile und wir waren wirklich froh, als wir aus den 33 Grad wieder in den noch k\u00fchlen Van steigen durften.<br>Laut Andrew sei der Park am Wochenende voll und die Einheimischen gehen hier oft ein und aus. Am Tag unseres Besuchs war kaum etwas los und wir f\u00fchlten uns ungest\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun ging es weiter wieder in Richtung Stadtzentrum. Wir fahren durch eine Siedlerortschaft wo wirklich noch wie fr\u00fcher Siedler ihre Waren versuchen zu kaufen.<br>K\u00e4ufer sehen wir allerdings keine.<br>Wir kommen etwas sp\u00e4ter beim Nationalmuseum an und erhalten eine der sch\u00f6nsten F\u00fchrungen von Andrew pers\u00f6nlich.<br>Er erz\u00e4hlt was f\u00fcr Masken zum Beispiel seine Familie tr\u00e4gt, zeigt uns seinen Kopfschmuck zu Hause in den Highlands (er ist nur zum Geld verdienen hier in der Stadt), zeigt uns sein Verteidigungsschild bei Angriffen und erkl\u00e4rt uns die Unterschiede der anderen und weshalb was so aussieht oder geschnitzt wurde wie es ist.<br>Auch erkl\u00e4rte er uns, wie es zu den &#8218;Marderpf\u00e4hlen&#8216; kam, dass diese eine Art &#8218;T\u00fcre&#8216; f\u00fcr den Besucher sei um zu wissen, dass hier ein privater Bereich ist. Die Schnitzerei im Stamm l\u00e4sst den Leser wissen, was hier im Dorf oder Volk f\u00fcr Regeln gelten und was hier zu erwarten ist.<br>Die F\u00e4rbungen sind \u00fcbrigens mit Bl\u00e4tter und gestampften Beeren gemacht worden und fr\u00fcher als es noch keine Messer gab, wurde noch alles am Stein geschliffen und eingerizt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V\u00f6lker haben via dem ausgeh\u00f6lten Baumstamm kommuniziert und so das Nachbarsdorf oder Volk vor Angriffen gewarnt oder um Hilfe gebeten.<br>In Andrews Dorf wird so noch immer kommuniziert. Dort gibt es weder Handyempfang noch sonstige elektronischen Ger\u00e4tschaften.<br>Die Statuen werden geschnitzt nachdem ein Familienangeh\u00f6riger verstorben ist und sollen einen Geist, der wacht \u00fcber den Verstorbenen darstellen. Die Entstehenung dessen dauert meist 5-6 Monate und sei sehr zeitintensiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Schmuck wurde Andrew auf ein anderes Thema aufmerksam. Er erz\u00e4hlte wie Heirat und Thema Familie hier funktioniert.<br>Er hat f\u00fcr seine Frau teuer bezahlt und sollte sich die Frau trennen wollen, muss die Familie der Frau ihm die H\u00e4lfte oder gar das ganze Geld zur\u00fcck bezahlten. (Ist abh\u00e4ngig des Trennungsgrunds)<br>Hier ist es noch immer \u00fcblich mehrere Frauen und somit Familien zu haben. Andrew sei allerdings der erste seines Stammes, der nur eine Frau h\u00e4tte und auch erst sp\u00e4t Familie gr\u00fcndete. Bis nach 30 war er noch zu Hause und sorgte f\u00fcr seine Mutter, Vater und Geschwister. Dies war fr\u00fcher zu seiner Zeit noch gar nicht so un\u00fcblich und nun erst am wechseln zu sehr fr\u00fcher Heirat.<br>Andrew ist 62 Jahre alt und hat 6 Kinder, drei M\u00e4dchen und drei Knaben. Der \u00e4lteste sei 32 Jahre alt und der j\u00fcngste 9 Jahre alt.<br>Leider reiche das Geld nicht f\u00fcr die Schule der letzten zwei und r\u00fcckblickend h\u00e4tte er lieber nur vier Kinder gezeugt, erz\u00e4hlte er traurig.<br>Die Schulpflich existiert hier nicht und wird laut Andrew auch noch sehr lange nicht kommen, f\u00fcr dies gibt es zu wenige Lehrkr\u00e4fte und zu wenig Interesse daran. Zudem sei Schule, Studium und Co noch keine staatlich anerkannte Sache, weshalb sie privat sehr, sehr teuer bezahlt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Museum basiert auf Spendengelder und als wir unsere Donation geben wollten, meinte der Mitarbeiter, wir sollen es lieber behalten und damit unsere Zukunft sichern\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den ganzen visuellen aber vor allem auch Erz\u00e4hlungen von Andrew sind wir gleichermassen fasziniert wie auch traurig. Nat\u00fcrlich w\u00fcnschten wir uns, dass auch hier das System erkennen w\u00fcrde, dass vieles anders laufen k\u00f6nnte und es massgeblich Einfluss auf das Miteinander und die Lebensqualit\u00e4t haben k\u00f6nnte. Aber f\u00fcr ein solch grosses Urteil sind wohl ein paar Tage Aufenthalt und die zwar sehr intensiven Gespr\u00e4che nicht ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir fahren r\u00fcber zum Parlamentshaus und Andrew bettelt den W\u00e4rter an, uns einschleussen zu k\u00f6nnen. Schlussendlich erhielten wir die Erlaubnis f\u00fcr den Vorplatz des Geb\u00e4udes.<br>Schnell schossen wir zwei Fotos und lasen den tollen Spruch! Ans\u00e4tze w\u00e4ren also da\u2026<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-jetpack-tiled-gallery aligncenter is-style-rectangular\"><div class=\"tiled-gallery__gallery\"><div class=\"tiled-gallery__row\"><div class=\"tiled-gallery__col\" style=\"flex-basis:26.50126%\"><figure class=\"tiled-gallery__item\"><img decoding=\"async\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566427807897708322014581345-768x1024.jpg?strip=info&#038;w=600&#038;ssl=1 600w,https:\/\/i2.wp.com\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566427807897708322014581345-768x1024.jpg?strip=info&#038;w=900&#038;ssl=1 900w,https:\/\/i2.wp.com\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566427807897708322014581345-768x1024.jpg?strip=info&#038;w=1200&#038;ssl=1 1200w,https:\/\/i2.wp.com\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566427807897708322014581345-768x1024.jpg?strip=info&#038;w=1500&#038;ssl=1 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richtige Stadt fahren.<br>Dort halten wir am Fischmarkt, der gerade noch nicht ge\u00f6ffnet hat. Denn erst nach 16 Uhr bauen sie hier ihre St\u00e4nde auf um den frischen Fang vom Tagesfischen anbieten zu k\u00f6nnen.<br>Danach fuhren wir weiter zum Elabeach, machen auch da kurz einen Stop und fahren durch Downtown.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stimmung ist sehr locker im Auto. Wir sprechen \u00fcber unser zu Hause und Andrew kann fast nicht mehr aufh\u00f6ren zu lachen, als wir ihm erz\u00e4hlten, dass wir auf der anderen Seite fahren oder wir zur Schule und ins Milit\u00e4r m\u00fcssen. Wir erz\u00e4hlen ihm von unserer ehemaligen Wohnung, wie viel wir bezahlten und rechneten ihm dies in Kinas aus.<br>Er lachte und meinte, dies seien ja \u00e4hnliche Preise wie hier.<br>So erfuhren wir, dass man hier 2 w\u00f6chentlich Miete bezahlt und sich viele ein Zimmer, geschweige denn eine Wohnung nicht leisten k\u00f6nnen und daher einfach am Strassenrand schlafen.<br>Er bezahle f\u00fcr sein Zimmer ohne K\u00fcche oder Bad 300 Kinas (= 75 sFr). Eine Wohnung (in welchem Ausmass wissen wir leider nicht genau) kostet jedoch gut 1200 Kinas und mehr (=300 sFr.).<br>Dabei lachte er und schlug die H\u00e4nde zusammen und erg\u00e4nzte, dass sich das niemand leisten k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Downtown angekommen zeigte er uns den typischen &#8218;Bonzenh\u00fcgel&#8216; und spasste mit Marco, dass es diesen \u00fcberall auf der Welt gibt.<br>Dann zeigte Andrew uns das h\u00f6chste Geb\u00e4ude der Stadt und meinte, dass es von einem Chinesen gebaut wurde. Somit w\u00fcrde es nicht lange dauern bis es einst\u00fcrzen w\u00fcrde.<br>Wir alle lachten richtig aufrichtig und wir merkten, wie wir alle das selbe dachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch fuhren wir an einem Casino vorbei, dies wurde nie fertig gebaut und wir sind uns alle einig, dass es wohl auch besser ist.<br>Am Schluss zeigte Andrew uns noch ein grosses Haus, welches von einem Deutschen gebaut wurde. Hier hat es den \u00dcbername von &#8218;Germanhaus&#8216;. Auch hier hat Andrew eine nette Geschichte dazu und erz\u00e4hlte, dass als das Haus fertig gebaut war, der Deutsche hier her zog, merkte, dass hier nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und verkaufte es innerhalb des ersten Jahres nach Fertigstellung und wanderte zur\u00fcck nach Deutschland aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Irgendwann fragten wir Andrew, ob wir nicht langsam zur\u00fcck m\u00fcssen, denn die drei Stunden seien schon l\u00e4ngst vorbei, wie abgemacht und bezahlt. So brachte er uns langsam zur\u00fcck und wir vereinbarten eine Zeit f\u00fcr den Transfer morgen zum Flughafen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erlebnisse mussten verabreitet werden, zu viel haben sie zum nachdenken angeregt und wir sind w\u00fctend auf das System. So hat Andrew noch nie in seinen 62 Jahren Pizza gegessen.<br>Er weiss nur, dass dies die teure Speise sei, die &#8218;Weisse&#8216; gerne essen.<br>Sein Lieblingsessen sei Fisch und Fleisch mit S\u00fcsskartoffel in jeglicher Art.<br>Kochen kann er nur \u00fcber offenem Feuer und einen Herd hat er noch nie benutzt.<br>Wie gut geht es uns also und wie dankbar d\u00fcrfen wir sein, in einem Land aufgewachsen zu sein, in welchem solche Dinge zur Normalit\u00e4t geh\u00f6ren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da es Marco nach dem Ausflug zunehmend schlechter ging, sein Fieber stieg und der Husten immer mehr wurde, machten wir einen Corona-Schnelltest und waren sehr froh, als dieser negativ anzeigte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/192.168.178.135\/wp-content\/uploads\/wp-16800566479795991838682614299798-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2510\" srcset=\"https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566479795991838682614299798-768x1024.jpg 768w, https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566479795991838682614299798-225x300.jpg 225w, https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566479795991838682614299798-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566479795991838682614299798-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/wp-16800566479795991838682614299798-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">zum Gl\u00fcck negativ<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Grund mehr, heute Abend sehr, sehr dankbar ins Bett zu gehen und die Pizza die wir uns am Abend teilten, gleich doppelt zu geniessen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der R\u00fcckflug von Kavieng und eine Stadttour durch POM.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7,14,5],"tags":[10,203,200,15,16],"class_list":["post-2506","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reisen","category-tagebuch","category-weltreise","tag-freiheit","tag-papuaneuguinea","tag-portmoresby","tag-reisen","tag-tagebuch"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2506"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2506\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2523,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2506\/revisions\/2523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bisnachher.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}