{"id":174,"date":"2022-09-01T01:53:27","date_gmt":"2022-09-01T01:53:27","guid":{"rendered":"https:\/\/bisnachher.ch\/?p=174"},"modified":"2022-09-01T02:01:30","modified_gmt":"2022-09-01T02:01:30","slug":"4-was-die-letzte-zeit-passierte-die-zusammenfassung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bisnachher.ch\/?p=174","title":{"rendered":"#4 Was die letzte Zeit passierte. Die Zusammenfassung"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die sch\u00f6nsten Momente im Leben geschehen, wenn man offline ist.<\/p><cite>unbekannt<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzten Tage oder besser gesagt schon Wochen vergingen wie im Flug. Nach dem anf\u00e4nglichen Desaster ging es nur noch steil Berg auf.<br>Wir erlebten den Indian Summer im Norden Alaskas, verliebten uns in die Weite, suchten dauernd B\u00e4ren und fanden Ruhe und zu uns selber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"http:\/\/192.168.178.135\/wp-content\/uploads\/image-1024x685.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-175\" srcset=\"https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/image-1024x685.png 1024w, https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/image-300x201.png 300w, https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/image-768x514.png 768w, https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/image-1536x1028.png 1536w, https:\/\/bisnachher.ch\/wp-content\/uploads\/image.png 1718w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ausschnitt Google Maps<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kurzer Zusammenschnitt wo wir uns in letzter Zeit befanden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Anchorage<\/li><li>Palmer<\/li><li>Denali Nationalpark<\/li><li>Fairbanks<\/li><li>Kinross Fort Knox<\/li><li>Dalton Highway<\/li><li>Tok<\/li><li>Top of the World Highway<\/li><li>Little Gold (einmal den Fuss nach Kanada halten)<\/li><li>Valdez<\/li><li>Hope<\/li><li>Seward<\/li><li>Homer<\/li><li>Nikiski<\/li><li>Kenai<\/li><li>Anchorage<\/li><li>Hatcher Pass, Willow<\/li><li>Whittier<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Liste enth\u00e4lt nicht alles, so sind wir \u00f6fters noch kleine Abstecher da hin und dort hin machen, schliefen in Wildtierreservaten im Nirgendwo und fuhren so etwas herum. Insgesamt haben wir knappe 3000 Meilen in unserem Mietauto verbracht, schliefen ausser ein Mal immer irgendwo auf gratis Campgrounds, Parkl\u00fccken, Parkpl\u00e4tzen von Eishallen oder Tankstellen oder hinter P\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir kochten bis auf zwei Mal immer selber mit unserem Gasbrenner und den zwei Pfannen, kochten t\u00e4glich Kaffee mit dessen und bef\u00fcllten unsere super-Bowl t\u00e4glich mit Salat.<br>Das eine Mal gingen wir in ein typisches Diner um Burger und French Fries zu essen und das andere Mal in das Stammlokal von Valdez um frischen Lachs direkt ab Schiff zu probieren. Es war beide Male sehr, sehr lecker!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Z\u00e4hne schmerzen schon ein wenig vom ewigen Zuckerkonsum der Getr\u00e4nke, die Lust nach purem Wasser findet allm\u00e4hlich wieder Zugang zu uns und alaskanisches Bier kann man tats\u00e4chlich auch trinken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Alaska treiben sich nicht nur wir zwei rum, sondern eben auch Silvia oder Sybille (wir wissens nicht mehr genau), Hermann &#8211; eher Hermi genannt, Rolf (der leider in unseren Gespr\u00e4chen oft mit Rudolf verwechselt wird) und ein \u00e4lteres Ehepaar ohne Namen, da dieser nie gefallen ist, daher: ungenannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Mit Silvia\/Sybille und Hermann\/Hermi waren wir am l\u00e4ngsten im Kontakt. Wenn es nach ihr gehen w\u00fcrde, w\u00e4ren wir l\u00e4ngst auf allen Social Media Kan\u00e4len verkn\u00fcpft und h\u00e4tten ihrem Reiseb\u00fcrokollegen bereits weitere Auftr\u00e4ge aufgegeben was unsere Reiseplanung betrifft. Die beiden sind seit vier Jahren auf Reisen und wissen alles \u00fcber die weite Welt.<br><br>Aber fangen wir vorne an, <strong>Silvia\/Sybille und Hermann\/Hermi:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Tok angekommen wollten wir auf einen RV Park (Campingplatz) um duschen zu k\u00f6nnen. An der Anmeldung stand ein kleiner Lastwagen der umgebaut war in ein kleines Wohnmobil mit einem Schweizer SZ-Zeichen. <br>Durch Zufall h\u00f6rte uns dieses Paar schweizerdeutsch sprechen und hielt dann neugierig den Kopf raus um mit uns ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<br>So standen wir circa 15 Minuten im Regen und sprachen \u00fcber dies und das. Man verabschiedete sich mit &#8218;bis bald auf dem Platz&#8216;. Vielleicht wussten wir da schon, dass wir sie noch mehr als einmal sehen werden.<br>Was f\u00fcr ein Zufall auch, stand unser Auto und ihr WoMo direkt vis a vis von einander.<br>Schon nach kurzer Zeit wurde man regelrecht abgepasst beim spazieren zur Toilettenh\u00fctte. Wir erhielten einen riesen Alaskaroutenf\u00fchrer, der uns helfen sollte bei der weiteren Planung. Beim n\u00e4chsten Mal wurde uns nett gewunken. Im Diner ebenso.<br>Am Abend dann eine erneute Ansprache ihrerseits, ob wir uns auch noch etwas die Beine vertreten. Im Gespr\u00e4ch wurden wir dann in ihr WoMo zu Bier eingeladen.<br>In der Zeit leerten sie zwei mindestens eine Weinflasche und Marco und Nicole je eine kleine Bierdose.<br>Dass das Gespr\u00e4ch immer lauter, lallender und eint\u00f6niger wurde ist wohl selbsterkl\u00e4rend. <br>Nichts desto trotz verabschiedeten wir uns am n\u00e4chsten Morgen noch pers\u00f6nlich von ihnen und erhielten nochmals den Hinweis, ihr doch auf Instagram und Facebook zu folgen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann oder besser gesagt dazwischen kam<strong> Rolf oder eben Rudolf.<\/strong><br>Rolf fiel uns beim einrichten unseres Autos auf. Er stand zwei Stellpl\u00e4tze vor uns auch auf der Tent-line. Es regnete immer wieder den ganzen Tag mit Unterbr\u00fcchen und war recht kalt.<br>Als dann Rolf mit seinem T\u00f6ff sein Zelt alleine aufstellte, staunten wir nicht schlecht.<br>Im regenlosen Abschnitt sassen wir dann an unserer Picknickstelle, waren Hermis und Silvias\/Sybilles Blog am durchforsten und unterhielten uns auf Mundart. Wir \u00f6ffneten gerade unser eigenes Bier und wollten einen Blogeintrag starten, als eine Hand vor unserem Gesicht fuchtelte und unser Gespr\u00e4ch mit &#8218;Hallo, i bi de Rolf&#8216; unterbrochen wurde.<br>Rolf reist ausschliesslich mit seinem T\u00f6ff und Zelt umher. Er hat vor einigen Jahren ein Reh umgefahren und seither M\u00fche mit seiner linken Schulter. Zudem hat er wenig Gef\u00fchl in den Fingern. Sonst sei er aber \u00fcberhaupt nicht k\u00e4lte-empfindlich.<br>Nach dem Hallo sagen stellte er uns je ein Bier vor die Nase und erz\u00e4hlte, dass er Golfplatz-Betreiber in der N\u00e4he von Bern war. St\u00fcsslingers-Golfplatz kannte er, was f\u00fcr ein Zufall. Nun haben seine zwei T\u00f6chter die Platzbewirtschaftung \u00fcbernommen und Daddy hat Zeit f\u00fcr sein Hobby, dem T\u00f6ff-fahren.<br>Sein Ziel ist es, bis nach S\u00fcdamerika zu fahren. Dies jedoch in mehreren Anl\u00e4ufen. Nach drei Monaten gehe er wieder in die Schweiz zur\u00fcck um nach dem rechten zu sehen. In dieser Zeit stelle er sein T\u00f6ff unter.<br>Auch Rolf verabschiedeten wir am n\u00e4chsten Morgen h\u00f6flich und traffen ihn ein zweites Mal auf dem Top of the World Highway. Man winkte sich kurz und passierte sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Ungenannten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicole am duschen, Marco das Geschehen am Beobachten.<br>&#8218;Eine typische nicht-kommunizier-Situation zwischen Mann und Frau&#8216; erkl\u00e4rte mir Marco als ich ihn den Anfang des Kontakts erkl\u00e4ren lies.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir befinden uns in Seward. Auf einem RV Platz mit gratis Warmwasser-Duschen. Marco beobachtete, wie ein frisch zugefahrenes Ehepaar mit Wohnmobilanh\u00e4nger am einparken war in die ihnen zugeh\u00f6rige Zelle.<br>Laut den Erz\u00e4hlungen war die Kommunikation zwischen Frau Ungenannt welche einwinken sollte und Herr Ungenannt der am Steuer war, so gut wie nicht vorhanden. Marco sprang ein und half gekonnt.<br>So kam im Verlauf heraus, dass auch sie Schweizerdeutsch k\u00f6nnen und auch am 05.09.2022 auf die F\u00e4hre nach Bellingham gehen. Unsere Chance also um zu fragen, ob wir mit ihnen auf die F\u00e4hre k\u00f6nnen, da wir noch immer keinen Transport haben. Leider gehen sie bereits in Anchorage auf die F\u00e4hre und somit war unser Anliegen dann auch schon abgeschlossen. F\u00fcr sie war aber die Kommunikation erst in Gang gekommen. Frau und Herr Ungenannt luden uns zum Kaffee ein. Dankend lehnten wir ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jeannine mon amour und ihr Franzosen-Ehemann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Hektik beim Bohnen-Dosen-Kauf nicht auf die \u00d6ffnung geachtet und schon hat man eine Dose die man nicht ohne Dosen\u00f6ffner \u00f6ffnen kann. Gelernt von Sybille\/Silvia und Rolf\/Rudolf geht man also auch an \u00f6ffentlichen Campinggrounds offen auf die Leute zu. Voller Elan fragte Nicole nach einem Dosen\u00f6ffner und so fing eine nette franz\u00f6sisch\/englische Konversation an. Franzosen-Ehemann machte sich um Jeannine grosse Sorgen, welche mit voller Tatendrang die Dose mittels einem uralten Messer \u00f6ffnen wollte. Er kam zur Hilfe und \u00e4usserte immer wieder &#8218;Jeannine, mon amour, arr\u00eate. C&#8217;est dangereux!&#8216;<br>Sp\u00e4ter fragte mich Jeannine, ob das Wasser an der Pumpstelle zum trinken w\u00e4re und w\u00fcnschte uns eine &#8218;bonne nuit&#8216;. Leider sahen wir sie nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazwischen reden wir mit Ur-Alaskaner die mit ihrem B\u00fcsi an der Leine in die Ferien gehen, werden in komische Gespr\u00e4che verwickelt die mit den blonden Haaren von Nicole beginnen, werden im Tankstellenshop angehalten auch mitzusingen und erfahren pure Freundlichkeit und vor allem Hilfsbereitschaft.<br>Alaska, du hast unser Herz!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die sch\u00f6nsten Momente im Leben geschehen, wenn man offline ist. unbekannt Die letzten Tage oder besser gesagt schon Wochen vergingen wie im Flug. 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